Frank Sauer nimmt aktuelle Gepflogenheiten auf die Schippe

Ist Effektivität wirklich sinnvoll? Kann das miteinander kommunizieren, aufgrund Zeitmangels, auch in Abkürzungen gehen? Und liegt in der Langsamkeit nicht vielleicht auch eine Chance? Dem ging Frank Sauer, als Kabarettist auch selbst erklärter „Rock`n Roller des Geistes“, auf den Grund. Er selbst sei in seiner Passion von Bühnenauftritt zu Bühnenauftritt auf Kreuzfahrt. „Mal am Frankfurter, mal am Hagener Kreuz“, so Sauer und outete sich so selbst als von der Zeit Angetriebener.

Es würden aber doch so viele Apperatschaften erfunden, die Arbeit abnehmen um Zeit zu sparen, und trotzdem werde man vom Gefühl beherrscht, keine Zeit zu haben, meinte Frank Sauer. Multitasking sei ein probates Mittel, in der eingesparten Zeit noch mehr zu leisten. „Und darin sind Frauen angeblich besser“, fand der Kabarettist.
Die technischen Gerätschaften würden immer besser und dabei sogar immer kleiner. „Das ist Effektivität in räumlicher Hinsicht“, erklärte Frank Sauer. Ein Beispiel sei die Darmspiegelung. „Früher musste man da noch einen Portraitmaler hineinschicken.“
Ein gutes Beispiel für die gelebte Zeitersparnis sei die Kommunikation. „Wenn junge Leute bei mir im Publikum sitzen, die lachen nicht“, sagte er. „Die rufen immer wieder die Abkürzung lol.“ Das sei Sprachverstümmelung. „Das reduzierte Sprechen wird sich ausweiten“, war er überzeugt.

Wenn man Ausländer als Menschen mit Migrationshintergrund bezeichne, warum nicht auch Banker als Menschen mit Investitionshintergrund betiteln, fragte sich Sauer. Anders herum könne man Golfspieler als Leute mit Handicap benennen. Insgesamt heiße es, das Gas wegzunehmen, bevor die Fahrt in der Sackgasse landet. „Die Chance dafür liegt in der Langsamkeit“, resümierte der Kabarettist.

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