Kunert, Tünte-Poschmann und Annen rezitieren im Heimathaus

Der Herbst hielt am Freitag Einzug in das Heimathaus. Mit dem Abend „Wein, Wort und Musik“, eine der ältesten Veranstaltungen des Kulturforums, stimmten sich die Akteure und Besucher auf die jahreszeitlichen Veränderungen der kommenden Wochen ein. Gewinnen konnten die Organisatoren dafür neben den Jagdhornbläsern auch Caroline Kunert, Hildegard Tünte-Poschmann und Wolfgang Annen als Rezitatoren von Gedichten und Erzählungen.
Mit dem ersten Gläschen Rebensaft, ausgeschenkt wurden im Laufe des Abends Herbstweine aus Frankreich und Portugal, eröffneten die Gäste die Veranstaltung. Die musikalische Begrüßung übernahm die Gruppe der Jagdhornbläser. Ihre Lektüre brachten die Vortragenden selber mit. Die Beiträge zum jahreszeitlichen Thema wählten sie aus den Werken bekannter und unbekannter Autoren. So zog sich Caroline Kunert die Glosse „Der nächste Sommer ist nicht mehr weit“ von Stefan Jacobs hinzu, eine recht amüsante und moderne Fassung über die kommenden Monate. Auch Werke von Erich Kästner, Hanns Dieter Hüsch und Heinz Erhardt trug Caroline Kunert vor. Ebenfalls aus der Sammlung mehrerer Autoren wie etwa von Christian Friedrich Hebbel und Georg Britting bediente sich Hildegard Tünte-Poschmann. „In Herbstgedichten sind doch immer die Jahreszeit und die Lebenszeit etwas miteinander verbunden“, sagte sie.
Dementsprechend melancholisch ist das Gedicht „Welkes Blatt“ von Hermann Hesse, das Tünte-Poschmann rezitierte. Auch Wolfgang Annen stöberte vorab in „herbstlicher“ Literatur und trug mit „Septembermorgen“ von Eduard Mörike und „Verklärter Herbst“ von Georg Trakl zum stimmungsvollen Abend bei.

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