Funke und Rüther zu Gast an der Loburg

Zwei der in der Region bekanntesten Kabarettisten standen am Mittwoch auf dem Stundenplan der Loburger Gymnasiasten. Mit Funke und Rüther hatte Lehrer Rainer Kunert einen Treffer im Kulturprogramm gelandet. Denn nicht nur die Jugendlichen, für die die Vorstellung zum Pflichtprogramm gehörte, sondern auch viele Erwachsene nutzten das Angebot, so dass die Aula bis auf den letzten Platz belegt war.

Funke und Rüther stellten eingangs direkt fest, dass sich in Sachen Schule so einiges verändert hat. In einer Zeit, in der die Anforderungen an die Schüler immer größer werden, konnte Harald Funke nur verwundert den Kopf schütteln: „Meine Note hat keinen interessiert, eine Lese-Rechtschreibschwäche gab es nicht. „Die hatte ich gar nicht nötig, eine fünf habe ich auch so hingekriegt." Heute hingegen müsse man sich früh mit den Abituraufgaben beschäftigen, entgegnete Jochen Rüther. „Schon in der Stillgruppe muss man beginnen, die Punkte dafür zu sammeln." Der Gynäkologe würde bei der Ultraschalluntersuchung der schwangeren Mutter mit seinem Latein schon für die Vorbereitung sorgen. Dass die Mädchen immer die besseren Leistungen in der Schule erreichen, bewertete Harald Funke als unwesentlich. „Was nützt ihnen das, die Kohle kriegen wir", sagte er zu den Gehaltsunterschieden zwischen Mann und Frau.

Überhaupt, das Bildungssystem: Rentner in der Übermittagsbetreuung haben sich nach Rüthers Meinung bewährt. „Wer den Kessel von Stalingrad überlebt hat, der schafft es auch an der Gesamtschule in Bottrop", sagte er. Harald Funke dagegen ist überzeugt, dass es neue „Action-Heros" brauche. „Wenn ich Stirb langsam anschauen will, brauche ich mir nur das

Lehrerkollegium angucken." Mit diesem Satz erntete er natürlich vor allem die Begeisterung der jungen Zuschauer. Besonders gut kam der Rap a là Bushido an, mit dem Funke und Rüther das Niveau an deutschen Schulen aufs Korn nahmen.

Dass der technische Fortschritt in Zukunft den Alltag bestimmen wird, da waren sich die zwei Kabarettisten einig. Es werde die W-Lan-Barbie geben, die die Wünsche des Kindes direkt mit dem Berater des Geldinstituts verknüpfte. Autos würden „rollende Smartphones", die auch schon mal auf der Autobahn selbstständig einparken. Das sei früher noch anders gewesen, befand Harald Funke, der ohne seinen Opel Kadett wohl nie „Individualverkehr" gehabt hätte.

Das Programm Funke und Rüthers war schnell, aktuell und schwarzhumorig: eine Kombination, die bei dem Publikum hervorragend ankam. Der Mix aus Flüchtlingspolitik, Ehegattensplitting, psychischer Belastung durch die Medien oder die Unterschiede von Mann und Frau machten die Vorstellung zu einer rasanten Fahrt durch die Widrigkeiten des Lebens.

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