Pindakaas-Saxophonquartett bestreitet gelungenen Auftakt

Mit einem musikalischen Highlight starteten am Donnerstag die Schlosskonzerte auf der Loburg in die neue Saison. Das Pindakaas-Saxophonquartett ist seit vielen Jahren bekannt für seinen exquisiten Crossover der Stile, bot auch an diesem Abend bei stimmungsvollem Licht dem Publikum eine musikalische Reise in die Welt von Barock bis Klassik, Tango Nuevo und Jazz bis zu bestens arrangierten Opernpartien.

Anja Heix, Thorsten Floth, Guido Grospietsch und Matthias Schröder musizierten in einem natürlich gewachsenen Dialog miteinander, wussten ihre Qualitäten in einen ganz farbigen Ensembleklang einzubringen. Ihr Programm „Canzone a Quatro" war bestimmt durch ihre lyrischen Vorlieben, sie wussten mit dem warmen Timbre ihrer Instrumente die Melodien über differenzierten Begleitfigurationen erstrahlen zu lassen.

Dies zeigte sich beim „Agincourt Song" aus dem 16. Jahrhundert, mit dem sie auf niveauvoll unterhaltsame Weise das Konzert eröffneten. Mediterranes Flair verbreiteten sie beim „Canzona à 4" von Giovanni Gabrili, dem sie ein sehr lebendiges Gewand verliehen. Aber auch in der strukturierten Welt von Johann Sebastian Bach waren die versierten Musiker bestens zu Hause. Wie die den „Contrapunctus 1" aus der anspruchsvollen „Kunst der Fuge" für ihre vier Instrumente arrangiert hatten, zeigte ihre ganze Kunstfertigkeit.

Wenn sie wie bei „Oblivion" und „Libertango", den wohl bekanntesten Konzertweisen aus der Feder Astor Piazzollas, die Melancholie und Gefühlstiefe dem Publikum näher bringen konnten, war schon große Kunst. Auch bei den eigentlich für Klavier komponierten drei Stücken aus der „Suite espanola op. 47" von Isaac Albéniz wussten sie das kompositorische Material bestens zu verarbeiten.

Temperament und Esprit zeichneten ihre Interpretation aus, wussten sie das Publikum in diese fantastische Welt zu entführen. Jenseits des großen Teichs waren sie auch fündig geworden auf ihrer Suche nach Kompositionen, die sich für die klanglichen Möglichkeiten von vier Saxophonen eignen. Mit Samuel Barbers „Adagio for Strings op. 11" aus dem Jahre 1938 präsentierten sie ein Werk, das in Amerika mit seiner tief empfundenen Pietät bei Anlässen wie den Beerdigungen von John F. Kennedy oder Frankling erklungen ist.

Spritzig und mit ungezügelter Lebendigkeit ging es danach bei Melodien aus der „Dreigroschenoper" von Kurt Weill in das Berlin der „Goldenen Jahre", wo die Seeräuberjenny und Mackie Messer sich die Hände reichten.

aktueller Programmflyer

 

Zum Download bitte Bild anklicken.

Nächste Veranstaltungen

Disclaimer

Presse

WN am 23.02.2020

Zweite Aufführung in der Loburg - „Hungertuchkonzert“ im Rittersaal

Solistin ist die Altistin Sarah Romberger.  Foto: privat

Ostbevern - Das nächste „Hungertuchkonzert“ findet am 1. März im Religio in Telgte statt. da dort nicht so viel Platz zur Verfügung steht, wird es eine zweite Aufführung im Rittersaal der Loburg geben.

Weiterlesen ...

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.