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am Sa, 3. August 2019
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vom Do, 29. August 2019 bis Do, 10. Oktober 2019

Neue Ausstellung mit Marah Alasaad - Aus dem Hörsaal direkt in „La Folie“

WN am Samstag, den 18.05.2019
Neue Ausstellung mit Marah Alasaad - Aus dem Hörsaal direkt in „La Folie“

Neue Ausstellung mit Marah Alasaad Aus dem Hoersaal direkt in La Folie image 1024 width

Marah Alasaad in ihrem Studentenzimmer bei der künstlerischen Arbeit. Unter anderem verarbeitet sie in ihren Bildern ihre Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien. Foto: privat

Ostbevern -Das „Kulturforum Ostbevern“ eröffnet am Sonntag, 26. Mai, eine Ausstellung von und mit Marah Alasaad.

Am Sonntag, 26. Mai, eröffnet das „Kulturforum Ostbevern“ um 15 Uhr in „La Folie“ die nächste Ausstellung, diesmal mit Bildern von Marah Alasaad. Die junge Künstlerin ist in Ostbevern keine Unbekannte. Sie stammt aus Damaskus und floh, nachdem ihre beste Freundin von einer Autobombe getötet worden war, vor den Schrecken des Krieges und des Bombenterrors. Nach einer langen Flucht durch die Türkei und Osteuropa kam sie vor rund dreieinhalb Jahren nach diversen Stationen in Deutschland schließlich nach Ostbevern. Sie wohnte hier eine ganze Zeit, zunächst in einem Wohnheim, dann bei Familien.

Nachdem sie selbst Deutsch gelernt hatte, unterrichtete sie andere Geflüchtete und engagiert sich bis heute in der Organisation „Live-Back-Home“. Im Rahmen dieser Initiative hält sie Vorträge in ganz Deutschland und traf den damaligen Außenminister und heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. In Ostbevern hielt sie ihren beeindruckenden Vortrag unter anderem vor Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde, dem Lions-Club und diversen Schülergruppen.

Parallel zur Vorbereitung auf das Sprachen-Zertifikat für ein Hochschulstudium begann die Suche nach einem Studiengang. Nach diversen Ideen kristallisierte sich letztlich der Wunsch heraus, Lehrerin zu werden. Dabei fiel die Fächerwahl auf Kunst und Englisch. Sie hatte schon immer Bilder gemalt. Die Annahme der obligatorischen Mappe durch die Kunstakademie Münster, wo von über 500 Bewerbern lediglich etwa zehn Prozent angenommen werden, bestätigte sie in ihrer Wahl.

Inzwischen studiert sie im zweiten Semester und hatte bereits mehrere Ausstellungen, zuletzt in der Kreuzkirche in Münster. Ihre Bilder erzählen vom Schrecken des Terrors, von der Flucht und von der Last, die Menschen tragen müssen. Häufig dominiert die Farbe Rot.

Die Ausstellungseröffnung mit Sekt und Musik in „la Folie“ wird am Sonntag, 26. Mai, – entgegen der Angabe im Halbjahresflyer des Kulturforums – wegen der Europa-Wahl erst um 15 Uhr stattfinden. Die Einführung in die Kunstwerke gibt Ulrich Lunkebein, Kunstlehrer an der Loburg, der Marah Alasaad auch bei der Auswahl ihrer Werke zur erfolgreichen Bewerbungsmappe behilflich war. Die Ausstellung ist danach bis zum 23. Juni jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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