INSTALLATION: „Und wenn sie nicht g...

INSTALLATION „Und wenn sie nicht gestorben sind …“ Im Rahmen der...
Bis So, 25. November 2018

CHOR-ORCHESTER-KONZERT

CHOR-ORCHESTER-KONZERT Keiko Abe Prism Rhapsody Konzert für Marimbaphon und Orchester...
am Fr, 23. November 2018
19:30 h

Loburger Schlosskonzerte - Starker Applaus als Lohn

WN am Dienstag, 06.11.2018

Loburger Schlosskonzerte - Starker Applaus als Lohn

Gregor Weichert web 
Gern nahm das Publikum auch Gregor Weicherts Erläuterungen zu den Stücken auf.  Foto: Andreas Hasenkamp 

Ostbevern - Gregor Weichert ist im Rittersaal der Loburg in Ostbevern aufgetreten. Von Andreas Hasenkamp 

Gregor Weichert spielt im Rittersaal der Loburg, so hatte es der Verein „Loburger Schlosskonzerte“ angekündigt – die Stühle wurden knapp am Sonntagnachmittag.
Das einigende Band des Programms spiegelt Merkmale des Interpreten: die Stärke des musikalischen Ausdrucks und die Bandbreite ausgedrückter Empfindungen, des Repertoires.
Wie eine Einladung zum verträumten Betrachten des herbstlichen Parks der Loburg durch die weite Fensterfront des Rittersaals wirkten die ersten beiden Stücke: Mozarts Fantasie und Sonate in C-Moll sowie Schuberts Klavierstück Es-Dur D. 946, Nr. II.

Zur Wahl des Schubert-Stückes erklärte Weichert, warum er es bis dato nicht hatte spielen wollen, es ihm „ein wenig gegen die Natur“ gegangen sei: Es habe ihm in Teilen arg nach Wiener Heurigem geklungen – bis jemand ihn aufmerksam machte auf jene Passage ihn Faust II, die er nun mit dem Werk assoziiere. Da spricht Lynkeus der Türmer: „Ihr glücklichen Augen, Was je ihr gesehn, Es sei wie es wolle, Es war doch so schön!“

Drastisch ist der Kontrast zum nächsten Werk, Louis Viernes zu dem Lynkeus‘ Zeilen passen: „Welch ein greuliches Entsetzen Droht mir aus der finstern Welt!“ „Le Glas“, das Totengeläut, komponierte Vierne mit dem Schrecken der Grabenkämpfe an der Somme von 1916 vor Augen: Es traf den eigenen Bruder, René. Diese Schrecken spiegelt die Musik, schon für den Hörer kaum auszuhalten, laut, niederdrückend, zermürbend.

Sanft folgten die „Harmonies du soir“ Liszts. Das Schlussstück des offiziellen Programms ist erneut eine Überraschung: Weinselige Studenten malträtieren die Marseillaise, verpönt und wohl auch gefängnisträchtig im Wien Metternichs – davon erzählt Robert Schumanns Faschingsschwank aus Wien.

Starker Applaus war Weicherts Lohn. Dem zu einigen Zugaben aufgelegten Interpreten dankte mit anderen Mitgliedern des Vorstands Dr. Michael Bähr.

aktueller Programmflyer

KuFo Deckblatt 2018 2019

Nächste Veranstaltungen

Disclaimer

Presse

Bild zum vergrößern anklicken.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen